Da unser Jungwachtheim nun rund 30 Jahre alt wird, hatte es eine Renovation dringend nötig. 
Aus diesem Grund haben wir vom 6. bis am 18. April, also in den Frühlingsferien, unser Heim renoviert. Wir haben das Täfer abgeschliffen, alle Wände neu gestrichen, den Boden erneuert, die Küche ersetzt und viele kleinere Arbeiten erledigt. Der grösste Teil der Arbeiten wurde von uns Leitern selber ausgeführt.
So erstrahlt unser Jungwachtheim nun in ganz neuem Glanz. 
Natürlich haben wir diese Erneuerung unseres Heimes auch gebührend gefeiert. Am Samstag, den 24. April 1999, fand nämlich im Jungwachtheim eine Einweihungsfeier für Jungwächter, Eltern, Ehemalige und alle Interessierten statt.
Am Wochende vom 8. und 9. Mai haben wir die Werkzeuge noch einmal zur Hand genommen und die Renovation zu einem Ende bringen wollen. Ganz fertig wurden wir nicht...  

Wenn Du genauer erfahren möchtest wie sich das Heim verändert hat, kannst Du die untenstehenden Tagesreportagen von Pipau lesen.
Viel Vergnügen!

Stefan


Das Internettagebuch
nachgeführt von Pipau

Nachdem am Freitag das ganze Heim komplett geleert, alles noch brauchbare Material ins Thing verfrachtet, die Bar ab- und das Leiterzimmertäfer herausgerissen wurde, ging es Samstag mit den Renovationsarbeiten los. Die alte Küche wurde entfernt und der Betonsockel weggespitzt. In der (ehemaligen) Bar wurde das Täfer gewaschen und geschliffen, und das Material ausserhalb des Heims (hinter der Küche) weggeräumt. Ebendort wurde das Sickerbett erneuert und begonnen, den Platz mit Natursteinplatten zu belegen. Der Klärschlamm aus dem Schlammsammler (Igittfaktor 24) wurde entsorgt, genauso wie Tonnen anderer Altlasten.

Auch das Osterfest konnte die Arbeiten am Heim nicht stoppen. Am Vorplatz wurde weitergearbeitet. Das Telefon wurde abmontiert und das Täfer an der Telefonwand entfernt. Schadhaftes Täfer im Untergeschoss wurde ebenfalls entfernt. Das fiel mir jedenfalls auf, als ich dem Heim spät abends noch einen kurzen Besuch abstattete.

Übrigens hat sich Karl Schilling jr., der am Freitag und Samstag ebenfalls deftig mitgearbeitet hat, im Gästebuch beschwert, dass die harten Männer, welche sich am Betonsockel zu schaffen gemacht hatten (und zu welchen Karli selbstredend auch gehörte), nicht im Bild zu sehen sind. Das ist in der Tat sünd und schade, aber leider habe ich kein Bild, auf dem der Karli (unten links) in Aktion zu sehen ist. Dafür gibt's eines mit dem Borner drauf, und an der Maschine, die da am Boden liegt, muss sich jeder den Karli selbst vorstellen... auf jeden Fall kann nun niemand sagen, dass wir auf dieser Webseite kein Ohr für Kundenwünsche haben!


Heute war der grosse Schleiftag. Am Täfer wurde weiter geschliffen, und an Türen, Fenstern und Rahmen wurde geschmirgelt, was das Zeug hielt. Ferner wurden die Schränke in der Bastelbude gereinigt und Farbflecken im Wendeltreppenschacht und im Eingangsbereich entfernt.

Und schon wieder: schleifen, schleifen, schleifen... und allmählich wird es allen klar, woher die Redewendung "das schliift" in Wirklichkeit kommt. Neben den restlichen Fenstern und Rahmen waren heute auch die Zimmer- und Schranktüren an der Reihe. Ausserdem wurde, wo vorhanden, der Schimmelpilz von den Wänden entfernt. Heute waren aber auch die professionellen Handwerker zum ersten Mal an der Arbeit (abgesehen von Ramona Kohler, unserer Malerfachfrau, seit dem Beginn der Arbeiten dabei ist): Der Sanitärinstallateur hat im WC einen Boiler installiert, der Bodenleger hobelte den Boden in der Bar, und der Schreiner nahm Mass, verschaffte sich einen Überblick über seinen Job und lieferte schon einmal das Täfer an. Das Verpflegung kam heute erstmals vom Swiss Chalet Team und hat gemundet...

Langsam nehmen die ersten Neuerungen Gestalt an. Bouvi hat unter Anleitung des Schreiners die Leiterzimmer-Aussenwand neu getäfert. Ramona hat mit ihren GehilfInnen die Bastelbude gestrichen. Die WC-Verschläge und einige Schranktüren sind grundiert, an den Schiebewänden, dem Büchergestell und dem Stereoanlagekasten, sowie (einmal mehr) am Täfer wurde ... (richtig!) geschliffen. Der Elektroinstallateur hat ebenfalls einen kurzen Besuch abgestattet, was einen Internetanschluss im Heim in greifbarer Nähe erscheinen lässt. Der Bodenleger hat in der Bar und im Archiv ebenfalls weitergearbeitet.

Selbstredend wurde auch heute nicht zu knapp Täfer geschliffen. Ebenfalls geschmirgelt wurde am Stereoanlageschrank im Leiterzimmer, sowie an den Gestellen der Tische in den oberen Gruppenzimmern. Letztere wurden bis aufs Metall gescheuert und anschliessend mit der Rostschutzgrundierung versehen. Die Malerarbeiten sind auch schon recht fortgeschritten: die Türen sind grundiert. Die meisten Fenster und Fensterrahmen sind gestrichen. Ferner wurden die Farben für die Zimmer im unteren Stock ausgewählt, und es wurde dort gleich mit dem Streichen begonnen. Auch einige Handwerker waren heute wieder im Einsatz: Der Elektroinstallateur hat die Telefonleitung zum Computerarbeitsplatz gezogen, und der Schreiner hat einige Reparaturen an den Fensterläden ausgeführt. An der WC-Wand wurde der Untergrund für die Kacheln angebracht. Der Bodenleger hat sich mit der grossen Hobelmaschine nun auch des Bodens in der Bastelbude angenommen.

Auch heute ging's ziemlich zur Sache. Das augenfälligste Merkmal beim Betreten des Heims ist wohl der neu gestrichene Gang. Der Plattenleger hat das ganze WC gekachelt. Die restlichen Fenster wurden gestrichen und die bereits trockenen wieder eingehängt. Die Telefonwand wurde getäfert, und das Täfer hinter dem Büchergestell, na ja, du weisst schon. Die Böden im Untergeschoss wurden das erste Mal geölt. Die Gruppenräume im UG dürfen bis nach dem Wochenende nicht mehr betreten werden.
Ein Haus zu renovieren heisst immer auch, in dessen Geschichte zu stöbern. Auch Leiter, die sich seit Jahr(zehnt)en regelmässig im Heim aufhalten, sind bei dieser Gelegenheit zu Nischen und Mauern vorgedrungen, die sie nie zuvor erblickt haben. Hinter der reichlich schimmligen Wand der Einbauschränke im Untergeschoss machten wir einen veritablen archäologischen Fund. Die Wand enthielt nämlich eine sensationelle Inschrift. Das Original ist hier abgebildet:


Aufgrund der eingeschränkten Bildauflösung folgt auch die Textversion:

16. Juni 1973
Dieser Schrank wurde von Dieter Kunz, Willi Oeschger, Thomas Welti, P.A. Breitenmoser zusammengesetzt.
Kosten Fr. 1000.-, woran wir fast verbluteten!
Wetter war heute sonnig
Am 18. rückte Willi in die RS ein, um den Korporal abzuverdienen.
O, du schönes Aarau!
Dieser Fund wird die Jungwachtheimforschung zweifellos ein gehöriges Stück voranbringen, rückt aber die bisherigen Forschungsergebnisse in ein schiefes Licht, waren die Sachverständigen doch bisher stets davon ausgegangen, dass die Schränke aus der Zeit des Heimbaus stammen. Aber 1973, da war ich ja schon Kandidat, dann sind die ja lächerlich neu...

Weitere Wände wurden heute gestrichen, der Abschluss beim Täfer an der Telefonwand wurde angebracht (wobei die legendäre Kassettengallerie, die heute auch unters Schmirgelpapier kam, kunstvoll integriert wurde) und das Täfer für die Küchenrückwand vorbereitet. Der Stereoanlagekasten wurde lackiert. Ferner wurden einige kleinere Arbeiten erledigt.

Auch heute wurden Wände gestrichen und Türrahmen grundiert, sowie (würg) Täfer geschliffen. An einigen Stellen wurde schadhaftes Täfer ausgebessert. Die Ränder aller mit Kunstharz zu bemalenden Flächen wurden abgedeckt. Die Löcher und Vertiefungen im Belag der Schiebewände wurden verspachtelt. Endlich fiel auch die Entscheidung, in welchen Farben die Türen und Schränke in den Gruppenzimmern bemalt werden.

Heute wurde (taraa!) kein Täfer geschliffen. Leider heisst das nicht, dass alles Täfer abgeschliffen ist, aber wir konnten uns immerhin eine kleine Pause gönnen. Dafür wurden die ersten Türen und Türrahmen orange gestrichen. Der Plättlileger hat den Untergrund für die neuen Kacheln in der Küche angebracht. Kohli hat noch eine Schiebewand entdeckt, die er gestern vergessen hat, und so wurde wenigstens dort geschliffen und gespachtelt... Lars hat seinen Status als Täferschadenterminator weiter gefestigt. Die kleinen Fenster (Küchen-Aussenwand und WC), sowie der Schrank im WC wurden grundiert. Der Einbauschrank im UG wurde gestrichen. In einer denkwürdigen Nachtsession wurde schliesslich das gute alte schiefe Rüümli mit einer geballten Ladung Dispersion eingedeckt.

Und dann hat es wieder einmal Post gegeben. Aus dem E-Mail von Fabi Müllers Vater geht hervor, dass ihm das Gerücht, sein Sohn ARBEITE wirklich, äusserst verdächtig vorkommt. Aber auch das unglaubwürdigste Gerücht hat bekanntlich oft zumindest einen wahren Kern, und deshalb wollen wir das entsprechende Beweismaterial nicht unterschlagen. Das linke Bild stammt vom Beginn der Renovationsarbeiten und zeigt Fabian beim Schleifen eines Fensterrahmens, und auf dem rechten Bild ist er im Vordergrund (von der Kamera abgewandt) zu sehen.


Nach dem kalten Entzug von gestern kamen die Schleifstaub-Abhängigen heute wieder voll auf ihre Kosten. Und für diejenigen, denen das Schleifen weniger Spass macht (...), zeigt sich ein Licht am Ende des Tunnels: Jürg Saxer hat angekündigt, dass morgen die Reinigung der Böden beginnt, und da ist staubärmere Luft angesagt.
Heute Morgen hat ein Lastwägeler einen Haufen Kies auf den Platz zwischen Pfadi- und Jungwachtheim gekippt und behauptet, es seien "eineinhalb Kubik" (was der Menge entspräche, die Bouvi auch bestellt hat). Nachdem wir den Haufen aber unmotorisiert zum neuen Natursteinplatz hinter dem Eingang geschaufelt haben, fragen wir uns, in welchen Einheiten eigentlich in der Kiesbranche gerechnet wird. Auch die Maler haben heute recht Stoff gegeben. Neben dem Grossteil der orangen Türrahmen und Türen sind auch drei von vier Schiebewandflächen weiss gestrichen. Ferner wurde der Boden im schiefen Rüümli abgesäuert (oder wie das entsprechende Fachwort schon wieder heisst). In der Bar, die keine mehr ist, wurde mit rotem Kunstharzlack ein Verbrechen an der Mauer begangen (wir haben uns das etwas anders vorgestellt...) Der Elektriker hat auch einen Durchbruch erzielt, und zwar von der Bastelbude nach draussen, wo er eine Aussensteckdose angebracht hat. Ferner hat er den Stromanschluss für den neuen Boiler bewerkstelligt und eine Steckdose beim Eingang montiert. Die eine oder andere unschöne Täferkante ist noch dem Lars zum Opfer gefallen, derweil ich mich bemüht habe, die legendären Büchergestellkisten nur dann zu berühren, wenn niemand zuschaut, denn die Frage "Wie lang bist du jetzt schon an diesen Kisten?" wird langsam unangenehm. Da die besagten Teile aber im Wesentlichen aus furniertem Sagmehl bestehen, gestaltet sich die Restauration halt etwas zeitaufwendiger. Leider werden die Kisten dadurch, dass sie schöner aussehen, nicht brauchbarer... aber wie schon der Stef Bräm im Gästebuch vermerkt hat, gehört zu einer gediegenen Renovation auch die Pflege von alten Traditionen.

Wie auf den Bildern klar zu sehen ist, war heute der orange Farbtopf das gefragteste Utensil. Nachdem sich die RVBW, die CVP und die grossen Lebensmittelketten vom inflationären Gebrauch dieser Farbe zurückgezogen haben, ist es an uns, die Jungwacht-Baden-Kultfarbe Orange wieder ins rechte Licht zu rücken. Weils so schön aussieht, habe ich darauf verzichtet, von den anderen spektakulären Veränderungen ein Bildchen einzusetzen: Der Boden in den oberen Gruppenräumen wurde von Spezialisten gewaschen und versiegelt. Herr Krismer hat mit seinen Mannen einige Vorarbeiten für das auf morgen angekündigte Verlegen der neuen Bodenbeläge in den Gängen geleistet. Im Archiv wurde das altbekannte grün-grüne Muster auch auf Türen und Schränke ausgedehnt, und das, so der einhellige Tenor, sieht geil aus. Viel besser sieht jetzt auch die Bar aus. Das mit dem Kunstharzlack auf der Mauer war nur ein Versehen... Die rote Dispersion wurde heute angeliefert und kam postwendend zum Einsatz. Im schiefen Rüümli hat Bouvi den Boden gestrichen. Draussen haben Sam und Just begonnen, einen weiteren Abschnitt des Sickerbettes zu erneuern. Geschliffen wurde nur gerade ein kleines Fensterchen, das so fürchterlich grundiert war, dass der Einsatz von einem Minimum an Schmirgelpapier unumgänglich war...

Der Tag begann damit, dass der Bodenbelag im unteren Gang nicht wie geplant am Morgen verlegt werden konnte. Das Jungwachtheim war wegen der vielen zum Streichen ausgehängten Fenster und Türen und des plötzlichen Wintereinbruchs derart abgekühlt, dass Herr Krismer die notwendigen 15 Grad Celsius nicht vorfand. Flugs wurden alle offenen Löcher mit Bauplastik abgedichtet, und alles in Betrieb genommen, was in irgendeiner Form Wärme abstrahlt (ausgenommen die Radiatoren, die noch nicht installiert sind...) Am Nachmittag konnten wir dann für eine kurze Weile den Boden bewundern, der aber sogleich wieder unter einer Schicht Abdeckmaterial verschwand. Tomislav (der sich fortan dem Zweitanstrich des Bodens im schiefen Rüümli widmete) trat seine Lasurarbeiten an Nick Tobler ab, der nun versucht, das Beste aus der dunklen Holzdecke im Eingangsbereich zu holen. Dies wird schwierig sein, denn über der Decke kreisen schon die Aasgeier (oder eher unter der Decke die Leiter, die mit weisser Kunstharzfarbe und dem Pinsel in der Hand bereitstehen, der Lasiererei ein frühzeitiges Ende zu bereiten), denn bisher sieht das ganze eher aus, wie wenn hier eine Milchpackung explodiert wäre. Malerstift Ivo liess das eher kalt. Er beendete im Archiv die Arbeiten am grünen Tropfenmuster. Stefan Isler begann damit, die Heizkörper zu montieren, damit der Boden im Erdgeschoss sich planmässig am kommenden Morgen flachlegen kann. Spektakulär war das Bild im Leiterzimmer. Eine ad hoc Formation um Thöme und Lucki Brändle verpackten sämtliche Wände mit Plastikfolie, bevor sie die Decke strichen, und - derart eingearbeitet - gaben sie ihre Verpackungskunst im WC noch einmal in höchster Vollendung zum Besten. Nebenbei wurden natürlich weiterhin Türen und Wände gestrichen, aber der härteste Brocken erwartete uns noch: das Treppenhaus wurde in hellblauer Farbe getüncht, wobei sich trotz Zugabe von einem gerüttelt Mass an weisser Dispersion das Endprodukt sehr knallig präsentiert. Diese Arbeit wurde um 8.00 in der Früh beendet, worauf ich beschloss, mich noch ein paar Stündlein aufs Ohr zu legen, während Bouvi und Thöme gemeinsam mit der eben eingetroffenen Tanja, unserer Malerfachfrau, gleich den nächsten Arbeitstag begannen.

Der Boden im Gang ist komplett verlegt. Der Elektroinstallateur präsentierte die neue Beleuchtung fürs Archiv und löste damit grosse Euphorie aus. Ansonsten ging es vor allem mit Malerarbeiten weiter. Bouvi, der nun seit 36 Stunden auf den Beinen ist, hat vor dem Nachtessen noch schnell ein Wändchen getäfert. Der Schreiner hat die zweite Holzladung angeliefert und den Küchenplan mitgebracht. Im Abendlicht können nun auch die Lichteffekte beobachtet werden, die sich aus dem blauen Treppenhaus in den Gang ergiessen.

Heute wurde gross eingekauft: Gestelle für die Wand im schiefen Rüümli, Beschläge für die Fensterläden und und und...
Im und ums Heim lief auch einiges: Die Steinplatten auf dem neuen Vorplatz wurden auf eine Splitunterlage gelegt. Die Malerarbeiten wurden weitgehend abgeschlossen, nur die Treppe ist noch im Urzustand (nur etwas verschmierter...). Schränke wurden montiert und Türen eingehängt. Dabei stellte sich heraus, dass es sich ausgerechnet bei der Türe, die im Archiv schon seit längerem wieder eingesetzt und mit dem aufwendigen Tropfenmuster versehen wurde, in Wirklichkeit um diejenige der Ex-Bar handelt. Sie passt dort wunderbar, aber unglücklicherweise liess sich die Archivtür, im neuen Rot der Bar gehalten, unmöglich in den Bar-Rahmen quetschen. Mit Hilfe von ein paar Tips seitens des Schreiners und einer Schleifmaschine schaffte es Lars schlussendlich, die falsche Türe am richtigen Ort einzusetzen. In der Bastelbude, wo sich das Holz für diverse neue Inneneinrichtungsgegenstände stapelt, haben sich verschiedene Leiter dabei abgelöst, die Tischplatten der Arbeitstische abzuschleifen. Nick Tobler hat allen Unkenrufen zum Trotz die Lasiererei zu einem glücklichen Ende gebracht.
Obwohl heute Samstag war, hat der Installateur der Firma Eglin die auf nächste Woche angekündigte Beleuchtung im Archiv bereits raufgeschraubt, und der Schreiner brachte am Abend noch schnell eine Ladung Holz. Besuch gab es auch vom Architekten Jürg Saxer, der uns den Dank der Kirchgemeinde und eine Flasche Wein übermittelte.

Im ähnlichen Stil wie gestern ging es auch heute weiter. Im WC wurden sämtliche Abdeckungen entfernt und die Tablare im "Schiissichaschte" eingesetzt. Dieser, ganz hellblau, vermittelt nun wie das ganze WC das wohlige Gefühl von Hygiene. Die Lampen in den oberen Gruppenzimmern wurden abgeschliffen, grundiert, gestrichen und montiert. Das netteste der heute montierten Kleinkramdinger ist wohl die goldene Zierleiste in der Ex-Bar, welche der dort zu herrschenden Ambiance das Tüpfelchen aufs I setzen wird. In der Bastelbude wurde die Werktischplatte wieder angeschraubt. Die Tablare für das Büchergestell im Leiterzimmer wurden geschliffen und gewachst.
Was von Beginn weg klar war: die Renovation ist noch nicht abgeschlossen... Deshalb finden in der kommenden Woche auch keine Gruppenstunden im Heim statt. Aber da heute der letzte "offizielle" Renovationstag war, möchte ich einmal kurz zusammenfassen, was noch zu tun bleibt. In verschiedenen Räumen fehlt noch die Beleuchtung. Im rechten Lichtschacht und rechts vom Eingang muss noch Täfer geschliffen werden (Freiwillige gesucht...). Zwei der Metallfüsse der freistehenden Werkbänke in der Bastelbude, sowie einzelne kleine vergessengegangene Stellen müssen noch mit Kunstharzlack eingepinselt werden. Auch die Wendeltreppe muss noch gestrichen, und alles Täfer mit Wachs behandelt werden. Als ich etwa um 01.00 nach Hause ging, waren Bouvi und Lars, unterstützt von Paolo, noch daran, die Stufen zu reinigen und beabsichtigten, die ganze Treppe noch zu grundieren. Wer auf der Allmend wohnt, kann am Morgen früh ja einmal nachschauen gehen, ob sie noch dran sind. Ferner muss noch deftig geputzt und das ganze Material aus dem Thing ins Heim zurückgepufft werden, was uns wohl auch noch eine Weile beschäftigen wird. Und wenn jemandem die Zeit lang werden sollte, so hat es in der Bastelbude noch jede Menge Holz, aus denen verschiedene kleine Möbel herzustellen sind.

Da die Ferien vorbei sind, werden die restlichen Arbeiten zwar auf Sparflamme, nicht aber ohne den nötigen Druck ausgeführt: am 24. soll Einweihung sein. Nachtrag zu gestern: die Treppe war um 5.00 Uhr fertig grundiert. Die Negativerkenntnis des Tages: die vermeintliche Archivtüre, die irrtümlicherweise an der Ex-Bar angebracht und dort von Lars passgenau zurechtgeschliffen und -geschraubt wurde, weil sich der Aufwand fürs Umstreichen nicht lohnte, war eigentlich der eine Türflügel der Bastelbude. Dort klafft jetzt eine Lücke von einem guten Zentimeter: unmöglich zu schliessen. Immerhin: wenigstens habe ich mit der Sache nichts zu tun, denn die Archivtüre, die ich eingehängt und gestrichen habe, war also doch die richtige... Wir hoffen nur, dass der Schreiner, bisher stets mit einem guten Tip zur Stelle, auch diesmal einen Rat geben kann. Notfalls darf er sich noch eines kleinen zusätzlichen Auftrags für eine neue Türe erfreuen. Aber auch Positives gibt es zu berichten: Bouvi hat (taraa, TARAAA, TARAAAAAAAAA) das letzte Täfer geschliffen. In der Ex-Bar (vielleicht etabliert sich für diesen Raum bald ein anderer Name) wurde begonnen, das Täfer dunkel zu lasieren, was seine Wirkung nicht verfehlt! Das Archiv ist geräumt und als erster Raum komplett bereit, wieder mit Mobiliar gefüllt zu werden. Ansonsten wurde noch ein wenig geschraubt und montiert.

Ein erster Anstrich mit dunkler Lasur bedeckt jetzt das ganze Täfer in der Bar. Die Gestelle im schiefen Rüümli sind montiert, wobei kurzfristig die Idee aufkam, auch die Tablare noch zu streichen. Der Elektriker hat die Beleuchtung im Archiv fertig montiert, wobei noch nicht ganz alles perfekt ist: die erste Halogenbirne hat's bereits verschmort, hoffentlich kein Präzendenzfall bezüglich der Lebensdauer dieser Dinger. Die Beine der Bastelbudenwerkbänke sitzen ebenfalls wieder auf den Tischplatten (das Ganze muss noch umgedreht werden, wenn die Farbe an den Tischfüssen ganz trocken ist...). Da und dort wurden an den Türrahmen noch einzelne Fehler korrigiert, etwa, wenn auch der Innenrand eines Türrahmens mit der Aussenfarbe angestrichen war. Und dann war da noch das eigentliche Piece de resistance: die Wendeltreppe. Aber auch dieser Job war irgendwannn in den frühen Morgenstunden erledigt, und so kann langsam daran gedacht werden, das Material aus dem Thing wieder im Heim zu verstauen, auch wenn dann das Täfer noch behandelt werden muss...

Bouvi, Nick, Thöme und Lars haben heute rasch einen Weg hinters Heim gebaut. Und wenn der Bouvi Zeit für so etwas findet, kann das nur heissen, dass es mit den Arbeiten im Heim nicht zum schlechtesten bestellt sein kann. Wer das Heim betritt, findet zwar eine Baustelle vor, aber ganz so wild ist es bei näherer Betrachtung nicht mehr. Die meisten eigentlichen Renovationsarbeiten sind jetzt abgeschlossen. Die Fensterdichtungen wurden heute eingesetzt und Farbspritzer auf den Scheiben entfernt. Die Leinwand wurde im Archiv aufgehängt, das Täfer hinter dem Büchergestell (gleichsam als Test) mit Wachs behandelt. Die Türfallen wurden mit Verdünner gereinigt. Die zweite (und letzte) Lasurschicht in der Ex-Bar wurde aufgetragen. Auch die Sockelleiste wurde lasiert. Die Tablare fürs schiefe Rüümli wurden ebenfalls fertig gestrichen. Ich habe es heute wieder gewagt, Hand an die legendären Sagmehlkisten zu legen: die Sockel wurden draufgemecht und die Kistendeckel behandelt, doch dies, ich möchte es betonen, war nicht meine heutige Haupttätigkeit...

Putzen und einräumen wurde heute im Hauptprogramm geboten, denn morgen Mittag wollen die Pfader das Thing und den Eingangsbereich ihres Heims "geräumt und gereinigt" wiederhaben. Das mit dem Räumen mag ja noch hinhauen, aber beim Reinigen werden wohl angesichts unseres eher lockeren Umgangs mit den diversen Farben das Wünschbare und das Machbare etwas auseinanderklaffen. In unserem Heim sahen die Räume, die schon geputzt waren, äusserst ansprechend aus, aber mit dem Material kam dann wieder eine gehörige Portion alten Heimmiefs in die recycleten Gemäuer zurück. Da das Haus aber nicht zum Vorzeigen, sondern zum drin Leben da ist, geht das in Ordnung... Etwas beängstigend ist allerdings, dass am frühen Freitagmorgen das Baustellen-Feeling noch immer nicht ganz getilgt war, was sogar leicht untertrieben ist.
Dafür wurde auch im Nebenprogramm ein mittlerer Grosseinsatz geboten. Bouvi und sein Assistent Torsten nahmen die Schreinerarbeiten an den neuen Bühnenelementen und den multifunktionalen Würfel fürs UG an die Hand, derweil Thöme gegen Morgen die Räumerei fahren liess und laut stöhnend darüber nachdachte, wieviel Brot und wieviele Würste wohl für den Samstag benötigt werden.
Auch der Schreiner war heute hier und hat damit begonnen, die Küche einzubauen.

Der Kreis schliesst sich: wer die Heimrenovation von Anfang an mitverfolgt bzw. -erlebt hat, erinnert sich: eine der ersten Arbeiten war es, die Küche rauszureissen. Heute hat nun der Schreiner die neue Küche eingebaut, und so konnte am Abend bereits ein erstes Mal abgewaschen werden. Die morgige Einweihung prägte den heutigen Arbeitstag (der übrigens nachts stattfand). Es galt nun, die absolut notwendigen - weil sichtbaren - Arbeiten zu erledigen, und die weniger sichtbaren zurückzustellen, denn eines war klar: ganz restlos alles wird nicht bereit sein. Das Täfer kann auch noch nachher behandelt werden. Leider fehlt im Leiterzimmer noch die Beleuchtung, weil Stef Isler die letzten Spots bereits für den Gang aufgekauft hatte, und jetzt bis nächste Woche warten muss. Herr Krismer hat auch den Bodenbelag fürs Leiterzimmer nicht rechtzeitig geliefert bekommen, weshalb auch er nächste Woche noch einmal antreten wird. Aber es gab auch genügend Jobs, deren Erledigung nichts im Weg stand. So wurden die Möbel und Kisteninhalte, die gestern aus dem Thing zurückgeholt worden waren, wieder in die Räume und Schränke verstaut, die Abdeckungen vom Boden entfernt, Lampen in den Gängen montiert, Würfel für die neue Leseecke und Bühnenelemente fürs Archiv zusammengeschraubt und der Grossteil der Sockelleisten montiert. Ferner wurde das Kies aus dem Sickerbett gewaschen und wieder zurückgeschaufelt. Weil es noch so viel zu tun gab, arbeiteten einige der Leiter ohne zu schlafen bis zum Beginn der Einweihung am Samstag um 14.00 Uhr durch, wobei die Renovations- Aufräum- und Reinigungsarbeiten schleichend von den Vorbereitungen für das Einweihungsfest abgelöst wurden. Nur so war es möglich, die Einweihung wie geplant (hä?) durchzuziehen.
That's it, folks... das war das letzte Update. Merci allen, die immer wieder mal einen Blick auf diese Seite geworfen haben, das nächtliche Photoshopen und Texte-aus-dem-Hirn-quetschen wird mir gewiss fehlen, aber wenigstens wird mich (wie letzte Woche geschehen, nachdem ich beim Quittieren einer gelösten Rechenaufgabe ein paar Sekunden gezögert hatte, weil ich gerade einen internen Kampf gegen meine Augendeckel ausfocht) keiner meiner Schüler mehr fragen müssen: "Hallo, schloofed Sie?"


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